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Milbenseuche der Bienen

Obgleich es bei Bienen durchaus auch andere Milben geben kann, ist unter dem Begriff Milbenseuche nur der Befall mit der Tracheenmilbe der Biene, Acarapis woodii, zu verstehen, ein Befall der Atemwege der Bienen mit dieser Milbe. Alls Bienen, ob Arbeiterinnen, Drohnen oder Königin können befallen werden. Teilweise nimmt der Befall solche Ausmaße an, dass von einem seuchenhaften Geschehen gesprochen werden kann. Dann gibt es häufig Totalverluste der Völker. 

Die Milbe ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Sie lebt im vorderen Tracheensystem der Bienen, also in deren Atmungstrakt. Nachdem ein trächtiges Milbenweibchen durch die erste Atemöffnung in die Luftröhre der Biene eingedrungen ist, legt sie hier je nach Jahreszeit 5 bis 10 Eier ab, die an die Tracheenwandung angeheftet werden. Danach bemüht sie sich, eine andere geeignete Biene aufzusuchen. Nach 3 bis 4 Tagen entwickeln sich aus den Eiern sechsbeinige Milbenlarven, die nach einer weiteren Entwicklungs-zeit von 2 bis 3 Wochen zu geschlechtsreifen Tieren heranwachsen. Sie können bis zum Absterben der Biene an ihrem Geburtsort verbleiben oder auch früher aus der kranken Biene auswandern. Je älter eine Biene wird, desto mehr Milbengenerationen entwickeln sich in ihr. Die Milben dringen immer weiter in das Luftröhrensystem ein, und der Schaden, den sie verursachen, nimmt ständig zu. Verlassen die  Milben ihren Wirt, so versuchen sie, möglichst rasch eine neue Biene zu erreichen, weil sie nicht länger als 1 bis 2 Tage ohne Nahrung sein können und sonst zugrunde gehen.

 

    

 

 

 

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