GIS

GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

Die Aufstallungspflicht und die Gebietsmaßregelungen wegen des Ausbruchs im Wangerland wurden zum 04.04.2022 aufgehoben!

Vogelgrippenachweise im Zweckverbandsgebiet

Der Vogelgrippeerreger ist weit verbreitet. Auch im Zweckverbandsgebiet hat es folgende Nachweise des hochpathogenen Vogelgrippeerreger H5 gegeben (es werden nicht mehr alle toten Tiere beprobt), erster Nachweis im Zweckverbandsgebiet überhaupt im Jahr 2016:

  1. 27.06.2022 5 Flussseeschwalben, Wilhelmshaven, H5
  2. 20.06.2022 1 Storch, Ovelgönne, H5N1
  3. 15.06.2022 6 Flussseeschwalben, Wilhelmshaven, H5N1
  4. 14.06.2022 6 Flussseeschwalben, 4 Lachmöwen, Minsener Oog, H5N1
  5. 07.06.2022 5 Flussseeschwalben, Wilhelmshaven, H5N1
  6. 02.06.2022 4 Brandseeschwalben, Minsener Oog, H5N1
  7. 31.05.2022 3 Störche, Berne, H5N1
  8. 08.04.2022 2 Wildgänse, Elsfleth, H5N1
  9. 11.03.2022 1 Wildgans, Buttforde, H5N1
  10. 02.03.2022 19.000 Puten, Wangerland, H5N1
  11. 01.03.2022 1 Greifvogel, Holtgast, 1 Möwe, Bensersiel, alle H5N1 
  12. 21.02.2022 1 Wildgans, Holtgast, H5N1
  13. 14.02.2022 1 Wildgans, Esens, H5N1
  14. 09.02.2022 1 Wildgans, Bensersiel, H5N1
  15. 08.02.2022 1 Wildgans, Neuharlingersiel, H5N1
  16. 01.02.2022 1 Wildgans, 1 Greifvogel, 1 Möwe, Wilhelmshaven; 1 Wildgans, Dangast, alle H5N1
  17. 31.01.2022 1 Wildgans, Harlesiel, H5N1
  18. 27.01.2022 1 WIldgans, Sande, H5N1
  19. 26.01.2022 2 Wildgänse, 1 Möwe, Bensersiel, H5N1
  20. 17.01.2022 2 Wildgänse, Dangast, H5N1
  21. 17.01.2022 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N1
  22. 17.01.2022 1 Wildgans, Brake, H5N1
  23. 14.01.2022 1 Wildgans, Esens, H5N1
  24. 11.01.2022 1 Wildgans, Horumersiel, H5N1
  25. 07.01.2022 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N1
  26. 03.01.2022 1 Eule, Sande. H5N1
  27. 30.12.2021 1 Wildgans, Elsfleth, H5N1
  28. 29.12.2021 1 Wildgans, Dangast, H5N1
  29. 28.12.2021 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N1
  30. 22.12.2021 97 Legehennen, Butjadingen, H5N1
  31. 22.12.2021 1 Schnepfe, Wittmund, H5N1
  32. 26.11.2021 1 Wildgans, Nordenham, 1 Wildgans, Butjadingen, beide H5N1
  33. 22.11.2021 1 Wildgans, Elsfleth, 1 Wildgans, Sande, beide H5N1
  34. 18.11.2021 1 Wildgans, Jade, H5N1
  35. 12.11.2021 1 Wildgans, Butjadingen, 1 Greifvogel Jade, beide H5N1
  36. 10.11.2021 1 Wildgans, Wilhelmshaven, 1 Wildente, Wilhelmshaven, 1 Wildgans, Brake, alle H5N1
  37. 10.05.2021 3 Wildgänse, 1 Möwe, 1 Eule, Varel/Dangast, 1 Regenpfeifer, Wangerland, alle H5N1
  38. 04.05.2021 1 Greifvogel, Varel, H5N1
  39. 28.04.2021 10 Wildgänse, Dangast, H5N1
  40. 23.04.2021 1 Wildgans, Sande, H5N1
  41. 23.04.2021 1 Wildgans, Nordenham, H5N8
  42. 05.04.2021 1 Wildgans, Elsfleth, H5N8
  43. 26.03.2021 1 Wildgans, Neuharlingersiel, H5N1
  44. 11.03.2021 39 Hühner, Gänse und Enten, Hobbyhaltung in Berne, H5N8
  45. 05.03.2021 1 Wildgans, Wangerland, H5N8
  46. 04.03.2021 1 Wildgans, Carolinensiel, H5N8
  47. 04.02.2021 1 Möwe, Wilhelmshaven, H5N8
  48. 21.01.2021 25.000 Pekingenten, Stadt Wittmund, H5N8
  49. 30.12.2020 1 Greifvogel, Varel, H5N8
  50. 22.12.2020 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N8
  51. 22.12.2020 1 Wildgans, Wangerland, H5N8
  52. 17.12.2020 1 Wildgans, Varel, H5N8
  53. 11.12.2020 1 Wildgans, Friedeburg, H5N8
  54. 10.12.2020 1 Wildgans Varel, 1 Wildgans Bockhorn, 1 Wildgans Wangerland, alle H5N8
  55. 18.11.2020 4 Wildgänse Wilhelmshaven, 3 Wildgänse Varel, 1 Wildgans Bockhorn, 1 Wildgans Wangerland, alle H5N8
  56. 17.11.2020 1 Wildente (Krickente) Elsfleth-Moorhausen, H5N8
  57. 14.11.2020 1 Wildgans Jade, 2 Wildgänse Wilhelmshaven, 2 Wildgänse Butjadingen, alle H5N8
  58. 13.11.2020 1 Wildgans Bensersiel, 3 Wildgänse Wilhelmshaven, alle H5N8
  59. 10.11.2020 1 Kotprobe Wildgans, Butjadingen, H5N8
  60. 09.03.2017 25.000 Pekingenten, Stadt Wittmund, H5N8
  61. 09.02.2017 1 Greifvogel, Stadt Wittmund, H5N8
  62. 12.01.2017 1 Wildente, Wilhemshaven, H5N8
  63. 27.12.2016 1 Wildgans, Wangerland, H5N5
  64. 09.12.2016 1 Greifvogel, Wilhelmshaven, H5N8
  65. 05.12.2016 1 Wildgans, Wangerland, H5N8 
  66. 29.11.2016 1 Schwan, Wilhelmhaven, H5N8
  

Vogelgrippegeschehen 2021/22

Ähnlich wie in der Vogelgrippesaison 2020/2021 haben wir leider ein mit dem Vogelzug beginnendes vermehrtes Krankheitsgeschehen in der Wildvogelpopulation seit Ende Oktober/Anfang November 2021. Die Vogelgrippe kommt leider wieder vermehrt in der Wildvogelpopulation im Zweckverbandsgebiet vor. Betroffen sind hauptsächlich Wassergeflügel wie Wildenten und Wildgänse, aber auch Aasfresser und Greifvögel. Es werden aus der Bevölkerung vermehrt tote sowie lebende Vögel, die zentralnervöse Störungen aufwiesen, gemeldet.

Auch wenn die jetzigen Vogelgrippeerreger des Typs H5N8, H5N5 oder H5N1 bisher für den Menschen nicht sehr gefährlich sind, sollen tote oder lebende Tiere nicht von den Bürgern eingesammelt werden. Wichtig ist, sich noch lebenden Tieren nicht zu nähern, denn dies bedeutet sehr viel Stress für die Vögel, sondern die Wildtiere in der Natur in Ruhe genesen oder evtl. auch sterben zu lassen. Hunde und Katzen sollten ferngehalten werden. Singvögel sterben sehr selten an der Vogelgrippe. 

Vogelgrippe

Untersuchung von toten Wildvögeln, Aufstallung und Vorsichtsmaßnahmen

Bei der Vielzahl von Wildvögeln in unserer Region ist das Auffinden von einzelnen toten Wildvögeln normal. Im Küstenbereich kann es je nach Strömung ggf. auch mal vorkommen, dass Kadaver von Vögeln, die auf See verendet sind, gleich zu mehreren an einer Stelle angeschwemmt werden. Interessant zur Untersuchung auf Vogelgrippe sind vermehrte, auffällige Funde von frischen Kadavern, vor allem von Wassergeflügel wie Wildgänse oder Wildenten und solche Tiere mit zentralnervösen Störungen, wie Orientierungslosigkeit und Kopfdrehen. Wichtig ist, evtl. kranke Tiere in Ruhe zu lassen, eine Rettung ist nicht möglich. Singvögel spielen bei der Verbreitung der Vogelgrippe praktisch keine Rolle.  

Wer Geflügel hält muss sich leider immer mehr darauf einstellen, dass vor allem in den Wintermonaten eine Aufstallung angeordnet wird. Insofern wird an alle Geflügelhalter appelliert, ein Konzept für die tierschutzgerechte Aufstallung zu überlegen, das kurzfristig umgesetzt werden kann. 

Aufstallungsformen:
Je dichter der Schutz vor Wildvögeln, desto sicherer ist es. Für die Standardaufstallung gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Unterbringung in einem geschlossenen Stall
2. In einer Schutzvorrichtung (von oben dichte Voliere): Diese muss gegen Wildvogeleintrag von den Seiten und von oben geschützt sein. Die Abdeckung von oben muss dicht sein und das Regenwasser nicht in den Auslauf der Tiere abgeleitet werden.
Nur wenn das z. B. aus baulichen Gründen im Einzelfall nicht möglich ist, gibt es noch die dritte Variante als Ausnahmefall:
3. Unter einer Schutzvorrichtung wie unter Nr. 2, die statt der dichten Abdeckung nach oben Gitter oder Netze haben, deren Maschenweite 25 Millimeter nicht übersteigt (Voliere mit dichten Netzen oder Gittern oben). Dann gelten aber zusätzlich die höheren Biosicherheitsmaßnahmen gemäß § 13 Abs. 4 der Geflügelpestverordnung des Bundes.
Für alle Haltungen ist grundsätzlich rechtlich vorgeschrieben: Hausgeflügel darf nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel unzugänglich sind. Die Tiere dürfen auch nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang hat. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, ist für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren. Beim Betreten der Stallungen soll auf Schuhwechsel und Schutzkleidung geachtet werden.

Allgemeine Erläuterungen zur Vogelgrippe

 

Es gibt viele Bezeichnungen für die selbe Erkrankung. Neben Vogelgrippe heißt sie auch Geflügelinfluenza oder Klassische Geflügelpest oder hochpathogene aviäre Influenza (HPAI). Der letzte Begriff trifft die Krankheitsbezeichnung gut, denn es geht vorwiegend um eine Ansteckung mit Influenzaviren und mit solchen Typen, die stark krank machen. Stark krankmachend und ist der Typ H5N1, der bei der sogenannten "Rügengrippe" im Jahre 2006 bei Wildvögeln auftrat. Neben diesem gibt es auch Stämme, die nur wenig krank machende Eigenschaften haben, Erkrankungen hiermit werden als low pathogen avian influenza (LPAI) genannt und verursachen nicht in dem Umfang das Krankheitsbild der Vogelgrippe. Es besteht dann die Gefahr, dass durch Passagen in mehreren Tierbeständen die krankmachenden Eigenschaften zunehmen, da Influenzaviren ihre Eigenschaften verhältnismäßig schnell ändern können. Deshalb müssen auch bei LPAI bestimmte Maßnahmen ergriffen werden.

Am empfänglichsten gegen Vogelgrippe sind Hühner und Puten. Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine Tierseuche. Bei engem Kontakt zwischen Tier und Mensch ist im Einzelfall eine Ansteckung des Menschen nicht ausgeschlossen. Gefährlich kann es werden, wenn der Mensch an einer menschlichen Grippe (Influenzainfektion) erkrankt ist und zeitgleich auf den krankmachenden Vogelgrippeerreger trifft. Dann kann sich gegebenenfalls aus dem Tier- und dem Menschenvirus ein neuer Typ ergeben, der bei den Menschen zu einer schweren Grippeepidemie führen könnte.

Derzeit kommen weltweit Vogelgrippefälle vor. Der Schwerpunkt liegt in Asien. Dort, wo Geflügel häufig mit im Wohnbereich gehalten wird, hat es immer wieder beim Menschen einzelne Todesfälle gegeben, aber keine Virusneukombination mit Epidemie.

Der Vogelgrippeerreger H5N8 oder auch H5N5 des Seuchenzuges 2016/2017 und 2020/2021 ist bisher für den Menschen ungefährlich. Im Jahr 2021 hat es weltweit erstmalig in Russland einen Erregernachweis des Typs H5N8 bei sieben Menschen einer russichen Geflügelfarm gegeben, die allerdings nur sehr milde Krankheitssymptome aufwiesen. Der seit 2021 vermehrt vorkommende Vogelgrippeerreger H5N1 ist leider wieder leichter auf bestimmte Säugetiere und den Menschen übertragbar.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Geflügelpest nicht gefährlich. Zunächst werden Lebensmittel gewerbsmäßig nur von gesunden Tieren gewonnen. Aber selbst wenn Fleisch und Eier von infiziertem Geflügel auf den Tisch gelangt wäre, könnten diese nach Erhitzung ohne Bedenken verzehrt werden.

Infiziertes Hausgeflügel zeigt folgende Erkrankungserscheinungen:

hohes Fieber
Appetitlosigkeit
drastischer Rückgang der Legeleistung
hochgradige Apathie
ausgeprägtes Kropfödem
Blaufärbung von Kamm und Kehllappen
wässrig-schleimiger, grünlicher Durchfall
plötzlich auftretende zahlreiche Todesfälle

Geflügelhalter sollen durch Hygienemaßnahmen darauf achten, dass der Erreger nicht von außen in den Bestand getragen wird. Folgende Früherkennungswerte gelten für alle Geflügelhalter bundesweit:
 

  1. Innerhalb von 24 Stunden Tierverlust von mindestens drei Tieren bei einer Bestandsgröße bis zu 100 Tiere.
  2. Innerhalb von 24 Stunden Tierverlust von mehr als 2 % der Tiere bei Bestandsgröße mit mehr als 100 Tiere.
  3. Erhebliche Veränderung der Legeleistung oder Gewichtszunahme
  4. Verluste von mehr als das Dreifache der üblichen Sterblichkeit in einem Zeitraum von mehr als 4 Tagen bei einem reinen Enten- oder Gänsebetrieb
  5. Abnahme der üblichen Gewichtszunahme oder Legeleistung von mehr als 5 % in einem Zeitraum von mehr als 4 Tagen bei einem reinen Enten- oder Gänsebetrieb.


Sofern einer dieser Werte erreicht oder überschritten ist, ist sofort der Haustierarzt zwecks Untersuchung auf Vogelgrippe hinzuzuziehen.

Wollen Sie das Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe in Ihren Bestand ermitteln, nutzen Sie bitte den nachstehenden Link zur Risikoampel.

  

 

 

 

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