GIS

GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

Vogelgrippenachweise im Zweckverbandsgebiet

Es gilt eine Aufstallungspflicht für Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) seit Mittwoch, den 17.11.2021.


Der Vogelgrippeerreger ist weit verbreitet. Auch im Zweckverbandsgebiet hat es folgende Nachweise des hochpathogenen Vogelgrippeerreger H5 gegeben (es werden nicht mehr alle toten Tiere beprobt), erster Nachweis im Zweckverbandsgebiet überhaupt im Jahr 2016:

  1. 17.01.2022 2 Wildgänse, Dangast, H5N1
  2. 17.01.2022 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N1
  3. 17.01.2022 1 Wildgans, Brake, H5N1
  4. 14.01.2022 1 Wildgans, Esens, H5N1
  5. 11.01.2022 1 Wildgans, Horumersiel, H5N1
  6. 07.01.2022 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N1
  7. 03.01.2022 1 Eule, Sande. H5N1
  8. 30.12.2021 1 Wildgans, Elsfleth, H5N1
  9. 29.12.2021 1 Wildgans, Dangast, H5N1
  10. 28.12.2021 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N1
  11. 22.12.2021 97 Legehennen, Butjadingen, H5N1
  12. 22.12.2021 1 Schnepfe, Wittmund, H5N1
  13. 26.11.2021 1 Wildgans, Nordenham, 1 Wildgans, Butjadingen, beide H5N1
  14. 22.11.2021 1 Wildgans, Elsfleth, 1 Wildgans, Sande, beide H5N1
  15. 18.11.2021 1 Wildgans, Jade, H5N1
  16. 12.11.2021 1 Wildgans, Butjadingen, 1 Greifvogel Jade, beide H5N1
  17. 10.11.2021 1 Wildgans, Wilhelmshaven, 1 Wildente, Wilhelmshaven, 1 Wildgans, Brake, alle H5N1
  18. 10.05.2021 3 Wildgänse, 1 Möwe, 1 Eule, Varel/Dangast, 1 Regenpfeifer, Wangerland, alle H5N1
  19. 04.05.2021 1 Greifvogel, Varel, H5N1
  20. 28.04.2021 10 Wildgänse, Dangast, H5N1
  21. 23.04.2021 1 Wildgans, Sande, H5N1
  22. 23.04.2021 1 Wildgans, Nordenham, H5N8
  23. 05.04.2021 1 Wildgans, Elsfleth, H5N8
  24. 26.03.2021 1 Wildgans, Neuharlingersiel, H5N1
  25. 11.03.2021 39 Hühner, Gänse und Enten, Hobbyhaltung in Berne, H5N8
  26. 05.03.2021 1 Wildgans, Wangerland, H5N8
  27. 04.03.2021 1 Wildgans, Carolinensiel, H5N8
  28. 04.02.2021 1 Möwe, Wilhelmshaven, H5N8
  29. 21.01.2021 25.000 Pekingenten, Stadt Wittmund, H5N8
  30. 30.12.2020 1 Greifvogel, Varel, H5N8
  31. 22.12.2020 1 Wildgans, Wilhelmshaven, H5N8
  32. 22.12.2020 1 Wildgans, Wangerland, H5N8
  33. 17.12.2020 1 Wildgans, Varel, H5N8
  34. 11.12.2020 1 Wildgans, Friedeburg, H5N8
  35. 10.12.2020 1 Wildgans Varel, 1 Wildgans Bockhorn, 1 Wildgans Wangerland, alle H5N8
  36. 18.11.2020 4 Wildgänse Wilhelmshaven, 3 Wildgänse Varel, 1 Wildgans Bockhorn, 1 Wildgans Wangerland, alle H5N8
  37. 17.11.2020 1 Wildente (Krickente) Elsfleth-Moorhausen, H5N8
  38. 14.11.2020 1 Wildgans Jade, 2 Wildgänse Wilhelmshaven, 2 Wildgänse Butjadingen, alle H5N8
  39. 13.11.2020 1 Wildgans Bensersiel, 3 Wildgänse Wilhelmshaven, alle H5N8
  40. 10.11.2020 1 Kotprobe Wildgans, Butjadingen, H5N8
  41. 09.03.2017 25.000 Pekingenten, Stadt Wittmund, H5N8
  42. 09.02.2017 1 Greifvogel, Stadt Wittmund, H5N8
  43. 12.01.2017 1 Wildente, Wilhemshaven, H5N8
  44. 27.12.2016 1 Wildgans, Wangerland, H5N5
  45. 09.12.2016 1 Greifvogel, Wilhelmshaven, H5N8
  46. 05.12.2016 1 Wildgans, Wangerland, H5N8 
  47. 29.11.2016 1 Schwan, Wilhelmhaven, H5N8
  

Die Maßregelungen wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe in Butjadingen wurden zum 22.01.2022 aufgehoben! Die Aufstallungspflicht bleibt!

Überwachungszone südlicher Teil von Friesland wegen Ausbruch in Westerstede

Der südliche Teil des Landkreises Friesland (südl. Teil Gemeinde Bockhorn, südwestlicher Teil Stadt Varel) ist vom Vogelgrippeausbruch in Westerstede betroffen (Details zum betroffenen Gebiet siehe Text oder Karte direkt unter diesem Beitrag). Von der Überwachungszone, die früher Beobachtungsgebiet hieß, sind im Landkreis Friesland aber nur gut 20 Hobbyhalter mit insgesamt 300 Stück Geflügel betroffen. Im Grundsatz gilt, dass aus diesen Geflügelhaltungen mindestens 30 Tage lang praktisch nichts heraus- oder hereingebracht werden darf. Es sind verstärkte Hygienemaßnahmen zu beachten. Nachfolgend die Regelungen für die Überwachungszone:
1. Anzeigepflicht: Tierhaltende Betriebe haben dem Veterinäramt unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Vögel unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standorts und der verendeten gehaltenen Vögel, sowie jede Änderung anzuzeigen, sofern die Tierhaltungen nicht schon angemeldet wurden
(Art. 71 VO (EU) 2016/429 i. V. m. § 21 Abs. 5 und § 27 Abs. 3 GeflPestSchV)
2. Verbringungsverbot: Folgende Tiere und Erzeugnisse dürfen nicht in oder aus einem Bestand verbracht werden: Vögel, Fleisch von Geflügel- oder Federwild, Eier, sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte, die von Geflügel und Federwild stammen, Futtermittel
3. Eigenüberwachung: Tierhaltende Betriebe haben eine zusätzliche Überwachung im Betrieb durchzuführen, indem die gehaltenen Vögel einmal am Tag auf Veränderungen zu prüfen sind (gesteigerte Todesrate, verringerte Beweglichkeit der Tiere, signifikanter Anstieg oder Rückgang der Produktionsdaten). Jede erkennbare Änderung ist dem Veterinäramt unverzüglich telefonisch mitzuteilen (Tel. 04421/7788-0).
(Art. 25 Abs. 1 b) und Art. 40 VO (EU) 2020/687)
4. Schadnagerbekämpfung: Geflügelhaltende Betriebe haben, soweit angezeigt, Maßnahmen, zur Bekämpfung von Nagetieren sowie anderer Seuchenvektoren im Betrieb und um den Betrieb herum ordnungsgemäß anzuwenden.
(Art. 25 Abs. 1 c) und Art. 40 VO (EU) 2020/687)
5. Hygienemaßnahmen: Geflügelhaltende Betriebe haben an allen Zufahrts- und Abfahrtswegen zur Geflügelhaltung Desinfektionsmaßnahmen mit geeigneten Mitteln durchzuführen.
(Art. 25 Abs. 1 d) und Art. 40 VO (EU) 2020/687)
6. Hygienemaßnahmen: Tierhaltende Betriebe haben zum Schutz vor biologischen Gefahren sicherzustellen, dass jegliche Personen, die mit den gehaltenen Vögeln im Betrieb in Berührung kommen oder den Betrieb betreten oder verlassen, Hygienemaßnahmen beachten, insbesondere gelten folgende Maßnahmen: Die Ställe und sonstigen Standorte dürfen von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten werden. Diese ist nach dem Verlassen abzulegen und bei Mehrwegschutzkleidung regelmäßig bei mind. 60 °C zu waschen, Einwegschutzkleidung ist nach Gebrauch unschädlich in einer vor unbefugtem Zugriff geschützten Restmülltonne zu entsorgen. Schutzkleidung von Betriebsangehörigen ist ebenfalls nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren bzw. Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird. Es ist eine strikte Trennung von Straßen- und Stallkleidung einzuhalten. Schuhe sind bei Betreten und Verlassen der Stallung zu wechseln oder zu reinigen und zu desinfizieren (Art. 25 Abs. 1 e) und Art. 40 VO (EU) 2020/687 i. V. m. § 21 Abs. 6 Nr. 2 und § 27 Abs. 4 Nr. 2 und § 6 Abs. 1 GeflPestSchV).
7. Aufzeichnungspflicht: Tierhaltende Betriebe haben eine vollständige Aufzeichnung über alle Personen zu führen, die den Betrieb besuchen, und dem Veterinäramt auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Das gilt nicht für Besucher, die bei einem geschlossenen System keinen Zugang zur Tierhaltung hatten.
(Art. 25 Abs. 1 f) und Abs. 2 und Art. 40 VO (EU) 2020/687)
8. Tierkörperbeseitigung: Geflügelhaltende Betriebe haben ganze Tierkörper und Teile von toten oder getöteten gehaltenen Vögeln als Material der Kategorie 2 nach den Vorgaben der VO (EU) 1069/2009 ordnungsgemäß zu beseitigen. Das Entsorgungsunternehmen ist Oldenburgische Fleischmehlfabrik Kampe GmbH, 04497/444. (Art. 25 Abs. 1 g) und Abs. 2 und Art. 40 VO (EU) 2020/687)
9. Freilassen von Vögeln: Niemand darf gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestands freilassen.
(Art. 71 VO (EU) 2016/429 i. V. m. § 21 Abs. 6 Nr. 4 und § 27 Abs. 4 Nr. 3 GeflPestSchV)
10. Veranstaltungen: Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist verboten.
(Art. 71 VO (EU) 2016/429 i. V. m. § 21 Abs. 6 Nr. 6 und § 27 Abs. 4 Nr. 4 GeflPestSchV)
11. Transport: Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel, tierische Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel und sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde zu reinigen und zu desinfizieren.
(Art. 71 VO (EU) 2016/429 i. V. m. § 21 Abs. 6 Nr. 7 und § 27 Abs. 4 Nr. 5 GeflPestSchV)

Vogelgrippegeschehen 2021/22

Ähnlich wie in der Vogelgrippesaison 2020/2021 haben wir leider ein mit dem Vogelzug beginnendes vermehrtes Krankheitsgeschehen in der Wildvogelpopulation seit Ende Oktober/Anfang November 2021. Die Vogelgrippe kommt leider wieder vermehrt in der Wildvogelpopulation im Zweckverbandsgebiet vor. Betroffen sind hauptsächlich Wassergeflügel wie Wildenten und Wildgänse, aber auch Aasfresser und Greifvögel. Es werden aus der Bevölkerung vermehrt tote sowie lebende Vögel, die zentralnervöse Störungen aufwiesen, gemeldet.

Auch wenn die jetzigen Vogelgrippeerreger des Typs H5N8, H5N5 oder H5N1 bisher für den Menschen nicht sehr gefährlich sind, sollen tote oder lebende Tiere nicht von den Bürgern eingesammelt werden. Wichtig ist, sich noch lebenden Tieren nicht zu nähern, denn dies bedeutet sehr viel Stress für die Vögel, sondern die Wildtiere in der Natur in Ruhe genesen oder evtl. auch sterben zu lassen. Hunde und Katzen sollten ferngehalten werden. Singvögel sterben sehr selten an der Vogelgrippe. 

Vogelgrippe

Untersuchung von toten Wildvögeln, Aufstallung und Vorsichtsmaßnahmen

Bei der Vielzahl von Wildvögeln in usnerer Region ist das Auffinden von einzelnen toten Wildvögeln normal. Im Küstenbereich kann es je nach Strömung ggf. auch mal vorkommen, dass Kadaver von Vögeln, die auf See verendet sind, gleich zu mehreren an einer Stelle angeschwemmt werden. Interessant zur Untersuchung auf Vogelgrippe sind vermehrte, auffällige Funde von frischen Kadavern, vor allem von Wassergeflügel wie Wildgänse oder Wildenten und solche Tiere mit zentralnervösen Störungen, wie Orientierungslosigkeit und Kopfdrehen. Wichtig ist, evtl. kranke Tiere in Ruhe zu lassen, eine Rettung ist nicht möglich. Singvögel spielen bei der Verbreitung der Vogelgrippe praktisch keine Rolle.  

Wer Geflügel hält muss sich leider immer mehr darauf einstellen, dass vor allem in den Wintermonaten eine Aufstallung angeordnet wird. Insofern wird an alle Geflügelhalter appelliert, ein Konzept für die tierschutzgerechte Aufstallung zu überlegen, das kurzfristig umgesetzt werden kann. 

Seit dem 17.11.2021 gilt im gesamten Zweckverbandsgebiet wieder die Pflicht zur Aufstallung. Aufstallungsformen:
Je dichter der Schutz vor Wildvögeln, desto sicherer ist es. Für die Standardaufstallung gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Unterbringung in einem geschlossenen Stall
2. In einer Schutzvorrichtung (von oben dichte Voliere): Diese muss gegen Wildvogeleintrag von den Seiten und von oben geschützt sein. Die Abdeckung von oben muss dicht sein und das Regenwasser nicht in den Auslauf der Tiere abgeleitet werden.
Nur wenn das z. B. aus baulichen Gründen im Einzelfall nicht möglich ist, gibt es noch die dritte Variante als Ausnahmefall:
3. Unter einer Schutzvorrichtung wie unter Nr. 2, die statt der dichten Abdeckung nach oben Gitter oder Netze haben, deren Maschenweite 25 Millimeter nicht übersteigt (Voliere mit dichten Netzen oder Gittern oben). Dann gelten aber zusätzlich die höheren Biosicherheitsmaßnahmen gemäß § 13 Abs. 4 der Geflügelpestverordnung des Bundes.

Für alle Haltungen ist grundsätzlich rechtlich vorgeschrieben: Hausgeflügel darf nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel unzugänglich sind. Die Tiere dürfen auch nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang hat. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, ist für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren. Beim Betreten der Stallungen soll auf Schuhwechsel und Schutzkleidung geachtet werden.

Allgemeine Erläuterungen zur Vogelgrippe

 

Es gibt viele Bezeichnungen für die selbe Erkrankung. Neben Vogelgrippe heißt sie auch Geflügelinfluenza oder Klassische Geflügelpest oder hochpathogene aviäre Influenza (HPAI). Der letzte Begriff trifft die Krankheitsbezeichnung gut, denn es geht vorwiegend um eine Ansteckung mit Influenzaviren und mit solchen Typen, die stark krank machen. Stark krankmachend und ist der Typ H5N1, der bei der sogenannten "Rügengrippe" im Jahre 2006 bei Wildvögeln auftrat. Neben diesem gibt es auch Stämme, die nur wenig krank machende Eigenschaften haben, Erkrankungen hiermit werden als low pathogen avian influenza (LPAI) genannt und verursachen nicht in dem Umfang das Krankheitsbild der Vogelgrippe. Es besteht dann die Gefahr, dass durch Passagen in mehreren Tierbeständen die krankmachenden Eigenschaften zunehmen, da Influenzaviren ihre Eigenschaften verhältnismäßig schnell ändern können. Deshalb müssen auch bei LPAI bestimmte Maßnahmen ergriffen werden.

Am empfänglichsten gegen Vogelgrippe sind Hühner und Puten. Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine Tierseuche. Bei engem Kontakt zwischen Tier und Mensch ist im Einzelfall eine Ansteckung des Menschen nicht ausgeschlossen. Gefährlich kann es werden, wenn der Mensch an einer menschlichen Grippe (Influenzainfektion) erkrankt ist und zeitgleich auf den krankmachenden Vogelgrippeerreger trifft. Dann kann sich gegebenenfalls aus dem Tier- und dem Menschenvirus ein neuer Typ ergeben, der bei den Menschen zu einer schweren Grippeepidemie führen könnte.

Derzeit kommen weltweit Vogelgrippefälle vor. Der Schwerpunkt liegt in Asien. Dort, wo Geflügel häufig mit im Wohnbereich gehalten wird, hat es immer wieder beim Menschen einzelne Todesfälle gegeben, aber keine Virusneukombination mit Epidemie.

Der Vogelgrippeerreger H5N8 oder auch H5N5 des Seuchenzuges 2016/2017 und 2020/2021 ist bisher für den Menschen ungefährlich. Im Jahr 2021 hat es weltweit erstmalig in Russland einen Erregernachweis des Typs H5N8 bei sieben Menschen einer russichen Geflügelfarm gegeben, die allerdings nur sehr milde Krankheitssymptome aufwiesen. Der seit 2021 vermehrt vorkommende Vogelgrippeerreger H5N1 ist leider wieder leichter auf bestimmte Säugetiere und den Menschen übertragbar.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Geflügelpest nicht gefährlich. Zunächst werden Lebensmittel gewerbsmäßig nur von gesunden Tieren gewonnen. Aber selbst wenn Fleisch und Eier von infiziertem Geflügel auf den Tisch gelangt wäre, könnten diese nach Erhitzung ohne Bedenken verzehrt werden.

Infiziertes Hausgeflügel zeigt folgende Erkrankungserscheinungen:

hohes Fieber
Appetitlosigkeit
drastischer Rückgang der Legeleistung
hochgradige Apathie
ausgeprägtes Kropfödem
Blaufärbung von Kamm und Kehllappen
wässrig-schleimiger, grünlicher Durchfall
plötzlich auftretende zahlreiche Todesfälle

Geflügelhalter sollen durch Hygienemaßnahmen darauf achten, dass der Erreger nicht von außen in den Bestand getragen wird. Folgende Früherkennungswerte gelten für alle Geflügelhalter bundesweit:
 

  1. Innerhalb von 24 Stunden Tierverlust von mindestens drei Tieren bei einer Bestandsgröße bis zu 100 Tiere.
  2. Innerhalb von 24 Stunden Tierverlust von mehr als 2 % der Tiere bei Bestandsgröße mit mehr als 100 Tiere.
  3. Erhebliche Veränderung der Legeleistung oder Gewichtszunahme
  4. Verluste von mehr als das Dreifache der üblichen Sterblichkeit in einem Zeitraum von mehr als 4 Tagen bei einem reinen Enten- oder Gänsebetrieb
  5. Abnahme der üblichen Gewichtszunahme oder Legeleistung von mehr als 5 % in einem Zeitraum von mehr als 4 Tagen bei einem reinen Enten- oder Gänsebetrieb.


Sofern einer dieser Werte erreicht oder überschritten ist, ist sofort der Haustierarzt zwecks Untersuchung auf Vogelgrippe hinzuzuziehen.

Wollen Sie das Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe in Ihren Bestand ermitteln, nutzen Sie bitte den nachstehenden Link zur Risikoampel.

  

 

 

 

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