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GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

Sonderbestimmungen für die Einfuhr von Waren aus Japan

Nach dem Reaktorzwischenfall in Fukushima wurden Sonderbestimmungen für die Einfuhr von Lebens- oder Futtermitteln aus Japan erlassen.

Nachstehende Einfuhrvoraussetzungen sind einzuhalten:

1. Anmeldung

Sendungen von Erzeugnissen tierischen Ursprungs (Lebens- und Futtermittel) sind mittels eines GVDE und Sendungen von Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs sind mittels eines GDE anzumelden. Für die elektronische Anmeldung können Sie die Händlermodule für COACH und COPER formlos und kostenfrei bei uns unter der E-Mail-Adresse gks@jade-weser.de unter Nennung Ihrer vollständigen Kontaktdaten (Name, Firma, Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail) beantragen. Wir leiten Ihren Antrag an die Firma Medialex GmbH weiter, die sich zwecks Installation dann mit Ihnen in Verbindung setzen wird.

Zusätzlich muss Folgendes erfüllt sein:
Die Sendung muss mindestens 2 Arbeitstage vor Eintreffen bei der Grenzkontrollstelle angemeldet werden.
Jede Sendung wird durch einen Code gekennzeichnet, der auf der Erklärung, ggf. dem Analysenbericht, der Genusstauglichkeitsbescheinigung und auf allen Begleitpapieren angegeben wird.
Jede Sendung wird von einer Erklärung begleitet, die von einem bevollmächtigten Vertreter der japanischen zuständigen Behörden unterzeichnet wurde (Muster der Erklärung s. Anhang III der Verordnung (EU) 2016/6).
Mit der Erklärung wird bescheinigt, dass
a)    das Erzeugnis vor dem 11. März 2011 geerntet und/oder verarbeitet wurde; oder
b)    Ursprung und Herkunft des Erzeugnisses nicht in einer der in Anhang II der Verordnung (EU) 2016/6 aufgeführten Präfekturen liegen, für die die Probenahme und Analyse dieses Erzeugnisses erforderlich ist; oder
c)    das Erzeugnis aus einer der in Anhang II aufgeführten Präfekturen versendet wurde, sein Ursprung jedoch nicht in einer dieser Präfekturen liegt, für die die Probenahme und Analyse dieses Erzeugnisses erforderlich ist, und es bei der Durchfuhr keiner Radioaktivität ausgesetzt war; oder
d)    der Ursprung des Erzeugnisses in einer der in Anhang II aufgeführten Präfekturen liegt, für die die Probenahme und Analyse dieses Erzeugnisses erforderlich ist, und von einem Analysebericht begleitet wird, der die Probenahme- und Analyseergebnisse enthält; oder
e)    das Erzeugnis von einem Analysebericht begleitet wird, der die Probenahme- und Analyseergebnisse enthält, sofern der Ursprung des Erzeugnisses oder der Zutaten, die mehr als 50 % des Erzeugnisses ausmachen, unbekannt ist.
Fisch und Fischereierzeugnisse, die in den Küstengewässern der Präfekturen Fukushima, Gunma, Ibaraki, Tochigi, Miyagi, Chiba oder Iwate gefangen oder geerntet werden, werden von einer Erklärung gemäß Absatz 1 und einem Analysebericht, der die Probenahme- und Analyseergebnisse enthält, begleitet, ohne Rücksicht darauf, wo diese Erzeugnisse angelandet wurden.



2. Dokumentenprüfung

Dokumentenprüfungen erfolgen bei allen Sendungen mit Erzeugnissen, für die die Bereitstellung einer Erklärung vorgeschrieben ist. In den meisten Fällen ist damit die Einfuhruntersuchung schon abgeschlossen. Es finden jedoch stichprobenartige Nämlichkeitskontrollen und stichprobenartige Warenuntersuchungen, einschließlich Laboranalysen zum Nachweis von Caesium-134 und Caesium-137 statt.

3. Stichprobenartige Nämlichkeitskontrolle

Sie kann erst stattfinden, wenn der Container mit der Ware an die entsprechenden Rampen der Grenzkontrollstelle gefahren wurde. Hier werden dann die Angaben auf den Dokumenten auf Übereinstimmung mit den Waren überprüft.

4. Stichprobenartige Warenuntersuchung

Im Rahmen der Warenuntersuchung werden dann Proben entnommen und zu weiterführenden Untersuchungen einschließlich Laboranalysen zum Nachweis von Caesium-134 und Caesium-137 in amtliche Untersuchungslabore verbracht.

Da in diesen Fällen das Ergebnis aus den amtlichen Untersuchungslabor vorliegen muss, um die Einfuhruntersuchung abzuschließen, ist beim Transport schon klar, dass der Container mit der Ware ggf. danach zunächst wieder auf das Terminalgelände zurückverbracht werden muss.

5. Verfahren bei Feststellung erhöhter Werte

Die Sendungen müssen gefahrlos entsorgt oder in das Ursprungsland zurückgebracht werden.

  

 

 

 

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