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GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

Einfuhr bestimmter Lebensmittel aus bestimmten Drittländern wegen des Risikos einer Aflatoxin-Kontamination oder von Pflanzenschutzmittelrückständen

Aflatoxine (Schimmelpilzgifte) und Pflanzenschutzmittelrückstände können die menschliche Gesundheit schädigen. Zum Schutz des Verbrauchers hat die EU für bestimmte Produkte aus bestimmten Ländern Sondereinfuhrvorschriften erlassen. Eine Länder- und Produktliste finden Sie unten auf der Seite Einfuhr Lebensmittel nicht tierischer Herkunft.

Nachstehende Einfuhrvoraussetzungen sind einzuhalten:

  • Die Sendung muss mindestens 2 Arbeitstage vor Eintreffen bei der Grenzkontrollstelle angemeldet werden.
  • Jede Sendung wird von Ergebnissen der Probenahme und der Analyse sowie einer Genuss- bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigung begleitet, die von einem bevollmächtigten Vertreter der jeweils zuständigen Behörden im Ursprungs- oder Versandland ausgefüllt und unterzeichnet wurde. Die Genuss- bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigung ist für Einfuhren von Lebensmitteln in die Gemeinschaft höchstens vier Monate ab dem Datum der Ausstellung gültig.
  • Jede Sendung wird durch einen Code gekennzeichnet, der auf der Erklärung, dem zusammenfassenden Bericht mit den Ergebnissen der Probenahme und der Analyse, der Genuss- bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigung und auf allen Begleitpapieren angegeben wird. Jeder einzelne Beutel (oder sonstige Verpackungsart) der Sendung ist mit diesem Code zu kennzeichnen.
Die Einfuhruntersuchung läuft wie folgt ab:

1. Dokumentenprüfung

Der Verfügungsberechtigte der Ware hat Teil 1 des GDE ausgefüllt und an die Kontrollstelle übermittel (siehe Einfuhr Lebensmittel nicht tierischer Herkunft). Auch um unnötige Transportwege zu vermeiden prüft die Grenzkontrollstelle vorab die Dokumente. Sofern diese in Ordnung sind wird in der Datenbank ein für den Wirtschaftsbeteiligten sichtbares Signal gesetzt, dass die Dokumentenprüfung erfolgreich verlaufen ist. Wieviele Sendungen zur Probenahme beim Kontrollzentrum vorgeführt werden müssen, ist von der EU vorgegeben. Sofern dies nicht 100% sind, werden diese unter anderem mittels Stichprobengenerator ausgewählt. 

2. Nämlichkeitskontrolle und Warenuntersuchung

Wie viele Sendungen zur Probenahme beim Kontrollzentrum vorgeführt werden müssen, ist der Produktliste (s. Link über diesem Artikel) zu entnehmen. Die Nämlichkeitskontrolle und Warenuntersuchung kann erst stattfinden, wenn der Container mit der Ware an die entsprechenden Rampen der Grenzkontrollstelle gefahren wurde. Hier werden dann die Angaben auf den Dokumenten auf Übereinstimmung mit den Waren überprüft. Anschließend werden Proben entnommen und zur Analyse auf Aflatoxine und Pflanzenschutzmittelrückstände an staatliche Labore verschickt.

Da in diesen Fällen das Ergebnis aus den amtlichen Untersuchungslabor vorliegen muss, um die Einfuhruntersuchung abzuschließen, ist beim Transport schon klar, dass der Container mit der Ware ggf. danach zunächst wieder auf das Terminalgelände zurückverbracht werden muss.

3. Verfahren bei Aufteilung der Sendung

Sendungen dürfen erst aufgeteilt werden, wenn alle amtlichen Kontrollen abgeschlossen sind und das GDE von der Kontrollbehörde vollständig ausgefüllt wurde.
Bei anschließender Aufteilung der Sendung ist jeder Teilsendung bis zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr eine beglaubigte Kopie des GDE beizufügen.

    

 

 

 

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