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GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

Transhipment (Feeder)

Transhipment oder Feeder am JadeWeserPort bedeutet eine Umladung eines Containers aus einem Drittland von einem Schiff auf ein anderes Schiff am gleichen Hafen für den Weitertransport innerhalb der EU oder in ein anderes Drittland. Es ist also keine Einfuhr über die Grenzkontrollstelle JadeWeserPort oder Verladung auf einen LKW oder auf die Eisenbahn beabsichtigt. Der Transhipmentanteil am JadeWeserPort wird voraussichtlich rund 70% des gesamten Warenumschlages betragen. 

Grundsätzlich müssen alle veterinärrelevanten Sendungen, das sind prinzipiell alle Lebensmittel und sonstigen Produkte tierischer Herkunft, aus Drittländern der Grenzkontrollstelle mindestens einen Werktag vor Ankunft im JadeWeserPort gemeldet werden. Dies gilt auch für Container mit Waren die gefeedert werden sollen, selbst wenn die Weiterverschiffung noch am gleichen Tag erfolgt.

Die Grenzkontrollstelle muss überwachen, dass Container innerhalb der EU nur zu einem Hafen mit einer zugelassenen Grenzkontrollstelle weiterverschifft werden oder dass sie, im Falle von für Drittländer bestimmten Sendungen, die EU wieder verlassen. Außerdem wird geprüft, ob von der Ware eine Gefährdung durch Tierseuchen ausgehen könnte.

Anmeldeverfahren

Alle geplanten Transhipments mit Containern mit Waren tierischer Herkunft aus Drittländern müssen der Grenzkontrollstelle gemeldet werden, egal ob die Container von großen Containerschiffen oder kleinen Feederschiffen im JadeWeserPort abgeladen werden. Die Anmeldung dieser Container und Waren an die Grenzkontrollstelle kann über die Wilhelmshaven Telematik (WHT) erfolgen. Alternativ können Sie alle relevanten Daten an die E-Mailadresse gks@jade-weser.de senden.  

Vorgaben je nach Verbleibzeiten und Bestimmungsort der Waren im JadeWeserPort

Variante 1: Bestimmungsort ist innerhalb oder außerhalb der EU und der Container mit der Ware bleibt weniger als 7 Tage im JadeWeserPort:

In den Fällen reicht die Anmeldung der Waren über die Wilhelmshaven Telematik (WHT) oder per E-Mail aus. Die Grenzkontrollstelle kontrolliert die ordnungsgemäße Weiterverschiffung elektronisch.

Variante 2: Der Container mit der Ware bleibt mehr als 6 Tage im JadeWeserPort und der Bestimmungsort liegt innerhalb der EU

a) Der Container mit der Ware bleibt mehr als 6 Tage aber weniger als 21 Tage im JadeWeserPort und wird zu einem Bestimmungsort innerhalb der EU verbracht:

In den Fällen muss die Grenzkontrollstelle eine Dokumentenprüfung vornehmen. Der Grenzkontrollstelle ist daher eine Anmeldung mit dem "Gemeinsamen Veterinärdokument für die Einfuhr (GVDE)" vorzulegen (Details siehe Einfuhr). Auch die vorhandenen Veterinärzertifikate und das Bill of Lading ist einzureichen. Sofern keine Originale zur Hand sind, reichen auch beglaubigte Kopien.

b) Der Container mit der Ware bleibt mehr als 20 Tage im JadeWeserPort und wird zu einem Bestimmungsort innerhalb der EU verbracht:

In diesen Fällen ist ein vollständiges Einfuhruntersuchungsverfahren durchzuführen. Nähere Informationen siehe unter Einfuhr.

Variante 3: Der Container mit der Ware bleibt mehr als 6 Tage im JadeWeserPort und der Bestimmungsort liegt außerhalb der EU

Genauso wie bei der vorherigen Variante 2 a) (siehe dort) ist zunächst eine Dokumentenprüfung vorzunehmen. Zusätzlich ist nach EU-Recht in diesen Fällen mit dem Bestimmungsort außerhalb der EU noch eine Nämlichkeitskontrolle durchzuführen. Dies bedeutet, dass der Container bei der Grenzkontrollstelle vorgeführt wird und dort eine Übereinstimmung der Angaben in den Dokumenten mit der Ware überprüft werden muss.

Ausnahme: Drittlandware mit Bestimmungsort außerhalb der EU ohne weiteren Zwischenstopp in der EU:
In diesen Fällen beträgt die Frist 14 Tage bis eine Nämlichkeitskontrolle durchzuführen ist.

    

 

 

 

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