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GIS im Netzverbund des Landkreises Wittmund

 

Einfuhr von Waren tierischen Ursprungs in das Gebiet der Europäischen Union

Der JadeWeserPort stellt eine Außengrenze des Handelsgebietes der Europäischen Union dar. Ware, die von hier in das Inland verbracht wird, kann in der Regel ohne weitere Kontrollen frei im ganzen Gebiet der EU transportiert und in den Verkehr gebracht werden. Daher kommt der Einfuhrkontrolle eine große Bedeutung zu. Ohne dass die Grenzkontrollstelle das Signal gibt, dass die Ware nicht beanstandet wurde, gibt der Zoll die Ware nicht frei. 

Die Einfuhruntersuchung läuft wie folgt ab:

1. Dokumentenprüfung

Vom Verfügungsberechtigten der Ware ist Teil 1 des Gemeinsamen Veterinärdokumentes Einfuhr (GVDE) auszufüllen. Hierzu gibt es verschiedene Wege. Am JadeWeserPort wird dies bisher über die Anmeldung der Ware an die Grenzkontrollstelle über das Händlermodul der Software COACH automatisch elektronisch durchgeführt (siehe E-Government). Es gibt noch die weiteren Wege über das Programm der EU namens TRACES und die Papierform. Mit der Neuerung der Verordnung EU 882/2004, voraussichtlich in 2017, wird die Anmeldung über TRACES für alle Handelsbeteiligten zur Pflicht. Es bietet sich daher an, bereits jetzt die Anmeldung über diesen Weg durchzuführen. Zusätzlich sind die vorhandenen Veterinärzertifikate im Original und das Bill of Lading beizufügen. Um unnötige Transportwege zu vermeiden prüft die Grenzkontrollstelle vorab die Dokumente. Nur sofern diese in Ordnung sind wird in der Datenbank ein für den Wirtschaftsbeteiligten sichtbares Signal gesetzt, dass die Dokumentenprüfung erfolgreich verlaufen ist. Jetzt kann der Container mit der Ware an der Kontrollstelle vorgeführt werden.

2. Nämlichkeitskontrolle

Auch diese Kontrolle ist in allen Fällen durchzuführen. Sie kann erst stattfinden, wenn der Container mit der Ware an die entsprechenden Rampen der Grenzkontrollstelle gefahren wurden. Hier werden dann die Angaben auf den Dokumenten auf Übereinstimmung mit den Waren überprüft.

3. Warenuntersuchung

Ob und wie intensiv eine Warenuntersuchung stattfindet, hängt von der Riskobeurteilung ab. Sie richtet sich nach dem EU-Recht und berücksichtigt die Warenart und das Herkunftsland. Teilweise müssen nur bestimmte Prozentsätze an Einfuhren weitergehend untersucht werden. Die Warenuntersuchung kann sich auf eine sensorische Untersuchung (Aussehen, Geruch, bei Lebensmitteln Geschmack) beschränken. Teilweise werden aber auch Proben entnommen und zu weiterführenden Untersuchungen in amtliche Untersuchungslabore verbracht. Sofern auf Grund der Risikoanalyse schon absehbar ist, dass die Einfuhruntersuchung erst abgeschlossen werden kann, wenn Ergebnisse von amtlichen Untersuchungslaboren vorliegen, wird dies von der Grenzkontrollstelle vorab mitgeteilt. Daher ist beim Transport zur Grenzkontrollstelle schon klar, dass der Container mit der Ware danach zunächst wieder auf das Terminalgelände zurückverbracht werden muss, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen. Solange bekommt der Container einen Sperrvermerk. Es gibt aber auch die Fälle, in denen die Warenuntersuchung ohne Vorliegen von Untersuchungsergebnissen von amtlichen Untersuchungsinstituten abgeschlossen werden kann. Dann bekommt der Verfügungsberechtigte oder LKW-Fahrer die ausgefüllten Veterinärpapiere und kann damit beim Zoll die endgültige Freigabe des Containers beantragen. 

 

  

 

 

 

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